Normalerweise ist es eine ganz schön anstrengende Sache, so ein Beet neu anzulegen. Erst muss die Grasnarbe abgestochen und dann das Beet tief umgegraben werden. Nicht zu vergessen die ganzen Unkräuter zu entfernen und dann alles zu glätten. Mittlerweile gibt es aber auch alternative Methoden, Beete anzulegen. Eine davon ist die “No Dig” – Methode. Zu deutsch also: “Kein umgraben”. In diesem Blogbeitrag möchte ich euch erklären. was es mit dieser Methode auf sich hat und wie sie funktioniert.

 

Das Allerwichtigste bei der No Dig – Methode ist, dass wir den Boden komplett in Ruhe lassen und somit alle Bodenlebewesen und Organismen nicht gestört werden. Das führt dazu, dass der Boden viel mehr Wasser speichern kann und sich nicht erst nach jedem Umgraben neu erholen muss. Denn immer, wenn wir den Boden umgraben, zerstören wir die Lebensräume von wichtigen Pilzen, Bakterien und Mikroorganismen. Diese Lebensräume sorgen dafür, dass im Boden stets winzige Luftkanäle sind. Denn auch ein gesunder Boden braucht Luft zum Leben. Durch Umgraben zerstören wir aber immer wieder diese Lebensräume und kleinen Luftkanäle.

Wie genau legt man jetzt also so ein Beet an?

Leser, die mich auf Instagram abonnieren, haben mit Sicherheit schon das ein oder andere Beet gesehen, welches ich angelegt habe. Im Grunde genommen ist das auch gar nicht schwierig. Man braucht eigentlich nur drei Dinge: Platz für ein Beet, Kompost und Pappe.

Wie sollte also so ein geeigneter Platz aussehen? 
Je nachdem wofür das Beet sein soll, wäre ein vollsonniger Platz am besten. Toll wäre außerdem, wenn es sich um eine Rasenfläche handeln würde. Sind Staudenunkräuter vorhanden, sollte man diese erst ausgraben. Denn Brennnessel, Distel und Co. sind ganz schön hartnäckig und kommen auch durch die Pappe und den Kompost problemlos durch.

Bei mir gab es an der Stelle leider Brombeeren, weswegen ich mich dazu entschieden habe, einmal mit der Motorhacke durchzufahren, um dann die Brombeere etwas einfacher entfernen zu können. Dabei habe ich allerdings die Bodenlebensräume zerstört! Also besser wäre eine unkrautfreie Fläche gewesen.

No dig Vorbereitung

Nachdem also alle Unkräuter entfernt sind (wenn vorhanden), geht das eigentliche No Dig – Beet anlegen los. Am besten eignen sich Umzugskartons oder dicker Verpackungskarton von der Rolle, finde ich. Wichtig für mich ist nur, dass die Pappe nicht bedruckt ist und alle Kunststoffreste entfernt sind. Wir wollen dem Boden ja Gutes tun und ihn nicht weiter verunreinigen.

Die Pappe wird auf das komplette zukünftige Beet gelegt. Am besten mit den Wegen. Damit ihr auch auf euren Wegen weniger Unkrautdruck habt. Bei mir sah das dann so aus: 

Da ich viele Reste hatte, etwas wild. Die Pappen sollten sich ruhig 15cm überlappen, Löcher in der Pappe auch großzügig verschließen und am besten irgendwie beschweren. Kurz vor dem Foto war mir alles einmal weggeflogen :D, danach habe ich dann alles etwas beschwert, wie ihr sehen könnt.

Daraufhin kommt nur noch der Kompost auf die Pappe und zwischen den Beeten habe ich noch einen Mulchweg angelegt. Das fertige Ergebnis sieht dann ungefähr so aus:

No Dig Beet fertig

Und dann ist das Beet auch direkt bereit für Jungpflanzen.

Wie man ein No Dig – Beet pflegt und was das Ganze langfristig bringt, erfährst du im nächsten Blogbeitrag zum Thema No Dig.

Was haltet ihr von dieser Methode? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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